In der Print-Ausgabe 4/2021 von ″Bock auf Handball″ spricht Dinah Eckerle über die Bedeutung des Handballsports für ihr Leben. In der Fortsetzung dieses Interviews geht es um ihre neue Heimat Dänemark, die Frage der Grösse und Trainingsfleiss. 

Was weisst Du von Dänemark?

Das, was wahrscheinlich jeder weiss. Ich habe mich nicht explizit informiert.  Es ist ein Königreich, die Währung ist anders. Was mich an diesem Land begeistert, sind tatsächlich die Menschen hier, die extrem aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit sind. Und sie können alle super Englisch sprechen, was für mich natürlich schön ist, denn dadurch bin ich nicht nur auf die paar Brocken Dänisch angewiesen, die ich schon gelernt habe. Trotzdem habe ich natürlich den Anspruch an mich, Dänisch zu lernen. Schließlich wird so auch die Integration einfacher. Wir haben lediglich drei Nicht-Skandinavierinnen in unserer Mannschaft.

Unterschätzen dich Deine Gegnerinnen leichter, weil Du für eine Torfrau relativ klein bist?

Das kann sein. Manchmal habe ich schon diesen Eindruck. Aber immerhin ich spiele jetzt auch schon seit sechs Jahren in der Nationalmannschaft, das sollten sie mitbekommen haben.

Apropos Training: Wie viel Fleiss bedarf es, um erfolgreich Handball zu  spielen?

An den meisten Tagen freue ich mich über den Handball in meinem Leben. Das ist das, was mich antreibt. Gerade während der Corona-Zeit war das noch mal eine Erleuchtung für mich: Während ich die ersten Woche ohne Training noch ganz angenehm fand, habe ich mich nach der zweiten Woche selbst nicht mehr ausgehalten und bin innerlich explodiert. Daraufhin haben mein Freund und ich ein Tor bestellt und zusammen im Hof Handball gespielt, oder anders gesagt: Er hat sein Bestes gegeben (lacht). Da habe ich deutlich gemerkt, dass der Handball schon mein Lebensmittelpunkt ist, auch wenn es natürlich mal Tage gibt, an denen es einen auch ein bisschen ankotzt. Aber so ist es vermutlich in jedem anderen Job der Welt auch.