Sag uns Deine Meinung!

NUR PLATZ 12 IM JANUAR IN ÄGYPTEN, NIE WAR EINE DEUTSCHE NATIONALMANNSCHAFT BEI EINER WM SCHLECHTER PLATZIERT. HAT ALSO DER TRAINERWECHSEL VOR EINEM JAHR VON CHRISTIAN PROKOP ZU ALFRED GISLASON ÜBERHAUPT ETWAS GEBRACHT?

DANIEL STEPHAN (47)
hat 183 Länderspiele absolviert, wurde 2004 Europameister und war zuvor bereits 1998 als erster deutscher Profi überhaupt zum Welthandballer ernannt.

 

AUFGEZEICHNET VON DIETMAR GESSNER

Daniel Stephan: „Ja, in meinen Augen hat der Trainerwechsel etwas gebracht. Trotz des schwachen Abschneidens bei der WM gibt es sichtbar positive Entwicklungen unter Alfred Gislason. Und zwar auf verschiedenen Ebenen. Im Angriffsspiel hat er mehr Tiefe und Struktur verankert. Die Spieler wissen genauer, was sie zu tun haben. Alfred ist ein Trainer, der eher die Stärken der Spieler stärkt als stark auf die Schwächen einzugehen. Das ist ein Unterschied zu der Phase vor Gislason, und das sieht man zum Beispiel an Philipp Weber. Ihm schenkte er als zentraler Mittelmann das Vertrauen, das hat Weber auch mental total gestärkt. Das wiederum hat mich an meine eigene Entwicklung erinnert. Ich bekam einst unter Arno Ehret als Bundestrainer kein Bein an den Boden. Das lag an ihm – und natürlich auch an mir. Dann kam Heiner Brand, schenkte mir das totale Vertrauen – und meine Leistungen stiegen sprunghaft an. Auch ein zentraler Vorteil von Gislason bei Länderspielen ist, dass sein Renommee über jeden Zweifel erhaben ist. Er hat einen top Ruf beim Weltverband, das darf man nicht unterschätzen. Als Klub-Trainer hat er alles erreicht, was man erreichen kann. Die Spieler glauben an das, was er sagt. An ihm wird einfach nicht gezweifelt. Mir gefallen auch seine klaren, ganz präzisen Ansagen in den Auszeiten. Das funktioniert sehr zielgerichtet und hilft den Spielern. Gislason lässt andere Ansichten zu, hört sich an, was die Spieler sagen. Das ist wichtig und unterstreicht seine Souveränität. Zudem gefällt mir, dass er seine eigene Meinung hat. Auch dann, wenn die vielleicht mal dem Verband nicht gefällt. Von ihm gibt es keine 08/15-Phrasen. Er redet Klartext. Er macht eine Mannschaft besser. Und die Mannschaft vertraut ihm. Er ist genau der richtige Bundestrainer.“

Daniel Stephan: „Ja, in meinen Augen hat der Trainerwechsel etwas gebracht. Trotz des schwachen Abschneidens bei der WM gibt es sichtbar positive Entwicklungen unter Alfred Gislason. Und zwar auf verschiedenen Ebenen. Im Angriffsspiel hat er mehr Tiefe und Struktur verankert. Die Spieler wissen genauer, was sie zu tun haben. Alfred ist ein Trainer, der eher die Stärken der Spieler stärkt als stark auf die Schwächen einzugehen. Das ist ein Unterschied zu der Phase vor Gislason, und das sieht man zum Beispiel an Philipp Weber. Ihm schenkte er als zentraler Mittelmann das Vertrauen, das hat Weber auch mental total gestärkt. Das wiederum hat mich an meine eigene Entwicklung erinnert. Ich bekam einst unter Arno Ehret als Bundestrainer kein Bein an den Boden. Das lag an ihm – und natürlich auch an mir. Dann kam Heiner Brand, schenkte mir das totale Vertrauen – und meine Leistungen stiegen sprunghaft an. Auch ein zentraler Vorteil von Gislason bei Länderspielen ist, dass sein Renommee über jeden Zweifel erhaben ist. Er hat einen top Ruf beim Weltverband, das darf man nicht unterschätzen. Als Klub-Trainer hat er alles erreicht, was man erreichen kann. Die Spieler glauben an das, was er sagt. An ihm wird einfach nicht gezweifelt. Mir gefallen auch seine klaren, ganz präzisen Ansagen in den Auszeiten. Das funktioniert sehr zielgerichtet und hilft den Spielern. Gislason lässt andere Ansichten zu, hört sich an, was die Spieler sagen. Das ist wichtig und unterstreicht seine Souveränität. Zudem gefällt mir, dass er seine eigene Meinung hat. Auch dann, wenn die vielleicht mal dem Verband nicht gefällt. Von ihm gibt es keine 08/15-Phrasen. Er redet Klartext. Er macht eine Mannschaft besser. Und die Mannschaft vertraut ihm. Er ist genau der richtige Bundestrainer.“