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WAR DIE WM-DURCHFÜHRUNG IN CORONA-ZEITEN GUT ODER SCHLECHT FÜR DEN HANDBALL INSGESAMT UND DEN DEUTSCHEN HANDBALL INSBESONDERE?

Uwe Schwenker (61)
ist Präsident der Handball-Bundesliga (HBL) und Vize-Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Er war von 1992 bis 2009 Manager des THW Kiel. Als Profi bestritt er 72 Länderspiele.

AUFGEZEICHNET VON DIETMAR GESSNER

Uwe Schwenker: „In vielerlei Hinsicht war es wertvoll, dass die WM stattgefunden hat. Im Vorfeld und zu Beginn mag es etwas holprig losgegangen sein, aufgrund von SARS-CoV-2-Infektionen mussten die USA und Tschechien ja ihre Teilnahme absagen und dann auch der deutsche Gruppengegner Kap Verde seine Mannschaft aus dem Turnier zurückziehen. 

Aber insgesamt lief die WM nach diesem etwas holprigen Auftakt besser als von Vielen befürchtet. Der Handball hat gezeigt, dass er in der Lage ist, trotz erschwerter Rahmenbedingungen ein großes Turnier umzusetzen. Das ist ein wichtiges Signal, dass über den Handball hinaus wirkt. Dies sage ich insbesondere in Richtung des Gastgeberlandes Ägypten und dem Weltverband IHF, die beide großem Druck ausgesetzt waren. Und wir haben im Verlauf viel hochklassigen, spannenden, teils dramatischen Sport gesehen, der auch geprägt war durch Spieler, die in der LIQUI MOLY HBL aktiv sind. Nicht nur die acht HBL-Profis im Kader von Weltmeister Dänemark veranschaulichen, dass die HBL die beste Liga der Welt ist, insgesamt waren über 80 Spieler aus 12 Erstligaklubs in Ägypten. 

Auch diese Welttitelkämpfe bleiben durch ganz besonders emotionale Geschichten in Erinnerung. Auch den deutschen Fans. Natürlich die, die Gauthier Mvumbi aus dem Kongo als „El Gigante“ geschrieben hat. Oder auch der Torhüter Felipe Gonzalez aus Uruguay, der sich gewiss ewig an die Niederlage gegen unser Team erinnern wird, weil er nämlich als sogenannter Handballexot in der ersten Halbzeit sensationelle 37 Prozent der deutschen Würfe halten konnte.  

Aus sportlicher Sicht haben wir uns sicher mehr als Platz 12 des deutschen Teams erwartet. Trotz aller Kritik gab es auch positive Erkenntnisse. Spieler, wie beispielsweise Johannes Golla und Philipp Weber, haben die Chance genutzt und gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Ich hoffe, dass alle übrigen WM-Spieler ohne Komplikationen in den Bundesliga-Spielbetrieb zurückkommen. Dann war die Präsenz bei der WM für den deutschen Handball wichtig. Jetzt gilt es, gemeinsam die richtigen Rückschlüsse zu ziehen, um im März mit aller Kraft in die Olympiaqualifikation gehen zu können.“

Uwe Schwenker: „In vielerlei Hinsicht war es wertvoll, dass die WM stattgefunden hat. Im Vorfeld und zu Beginn mag es etwas holprig losgegangen sein, aufgrund von SARS-CoV-2-Infektionen mussten die USA und Tschechien ja ihre Teilnahme absagen und dann auch der deutsche Gruppengegner Kap Verde seine Mannschaft aus dem Turnier zurückziehen. 

Aber insgesamt lief die WM nach diesem etwas holprigen Auftakt besser als von Vielen befürchtet. Der Handball hat gezeigt, dass er in der Lage ist, trotz erschwerter Rahmenbedingungen ein großes Turnier umzusetzen. Das ist ein wichtiges Signal, dass über den Handball hinaus wirkt. Dies sage ich insbesondere in Richtung des Gastgeberlandes Ägypten und dem Weltverband IHF, die beide großem Druck ausgesetzt waren. Und wir haben im Verlauf viel hochklassigen, spannenden, teils dramatischen Sport gesehen, der auch geprägt war durch Spieler, die in der LIQUI MOLY HBL aktiv sind. Nicht nur die acht HBL-Profis im Kader von Weltmeister Dänemark veranschaulichen, dass die HBL die beste Liga der Welt ist, insgesamt waren über 80 Spieler aus 12 Erstligaklubs in Ägypten. 

Auch diese Welttitelkämpfe bleiben durch ganz besonders emotionale Geschichten in Erinnerung. Auch den deutschen Fans. Natürlich die, die Gauthier Mvumbi aus dem Kongo als „El Gigante“ geschrieben hat. Oder auch der Torhüter Felipe Gonzalez aus Uruguay, der sich gewiss ewig an die Niederlage gegen unser Team erinnern wird, weil er nämlich als sogenannter Handballexot in der ersten Halbzeit sensationelle 37 Prozent der deutschen Würfe halten konnte.  

Aus sportlicher Sicht haben wir uns sicher mehr als Platz 12 des deutschen Teams erwartet. Trotz aller Kritik gab es auch positive Erkenntnisse. Spieler, wie beispielsweise Johannes Golla und Philipp Weber, haben die Chance genutzt und gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Ich hoffe, dass alle übrigen WM-Spieler ohne Komplikationen in den Bundesliga-Spielbetrieb zurückkommen. Dann war die Präsenz bei der WM für den deutschen Handball wichtig. Jetzt gilt es, gemeinsam die richtigen Rückschlüsse zu ziehen, um im März mit aller Kraft in die Olympiaqualifikation gehen zu können.“