Ich möchte nicht der beste, sondern der glücklichste Handballspieler der Welt sein!

Mit einer Körperlänge von 1,90 Metern und Schuhgrösse 46 ist Mathias Gidsel (23) wahrlich kein Riese auf dem Handballfeld, aber einer der Besten. Der 23 Jahre alte Däne mit der unorthodoxen Spielweise ist zweifelsfrei der internationale Shooting-Star der vergangenen zwei Jahre, sein Aufstieg kometenhaft. Erst im November 2020 gab der Linkshänder sein Länderspiel-Debüt, bei der WM 2021 in Ägypten hatte er dann bereits mit 39 Toren und 27 Assists grossen Anteil am Titelgewinn der Dänen, schaffte bei seinem ersten grossen Turnier sofort den Sprung ins All-Star-Team. Mit der Silbermedaille und der Auszeichnung als wertvollster Spieler (MVP) setzte er seinen Höhenflug bei den Olympischen Spiele in Tokio nahtlos fort. Seit dem Sommer 2022 trägt Mathias Gidsel nun das Trikot der Füchse Berlin und verzaubert die Hauptstadt sowie die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga gleichermassen. Doch sportliche Erfolge sind für ihn nur zweitrangig. Was für ihn wirklich zählt, hat einer der gefragtesten Handballer der Welt Bock auf Handball bei einem gemeinsamen Bummel durch Berlin verraten.

Bock auf Handball: Mathias, Du bist an der dänischen Westküste aufgewachsen. Diese Region steht auch bei deutschen Urlaubern hoch im Kurs.

Mathias Gidsel: Ich stamme aus der kleinen Stadt Skjern. Dort haben wir einen guten Handballverein. Aber das ist auch so ziemlich das einzige, was wir in Skjern haben (lacht). Trotzdem ist der Ort bei vielen deutschen Urlaubern beliebt. Meine Familie wohnt nah bei einer Windmühle, diese ist für Touristen eine echte Sehenswürdigkeit. Für mich ist es immer etwas verrückt, dass so viele Menschen kommen, um sich diese Windmühle anzuschauen, die für mich einfach nur eine Windmühle ist.

BaH: Fühlst Du Dich in Berlin jetzt selbst wie ein Tourist?

Mathias Gidsel: Ja, das kann man durchaus so sagen. Berlin ist eine enorme Stadt. Ich kannte Kopenhagen als eine grosse Stadt, aber sie ist nicht annähernd so gross wie Berlin. Zum Vergleich: In Berlin leben vier Millionen Menschen, in ganz Dänemark gerade einmal sechs Millionen. Für mich war der Umzug eine riesige Umstellung. Aber ich wollte es unbedingt ausprobieren, in solch einer grossen Stadt zu leben. Ich bin zwar nicht der Big City Boy, aber ich lerne gern und experimentiere viel. Jetzt ist für mich einfach die perfekte Zeit für dieses Abenteuer. Ich bin noch jung und ungebunden.

Den vollständigen Artikel findet ihr in der Ausgabe 9/2023 vom Magazin Bock auf Handball!

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