WELTMEISTER ALLER KLASSEN

Am Ende seiner Handball-Karriere wurde auch „Pommes“ wie eine heiße Kartoffel fallengelassen. Ein hartes Schicksal, das der Ex Handballer mit vielen anderen Kollegen teilt. Allerdings machte PASCAL HENS (46) das Beste aus dieser Situation und ging zum Fernsehen. Mit Talent, Disziplin und Ehrgeiz eroberte er fortan den Bildschirm und wurde wieder zu dem, was er schon beim HSV war: ein absoluter Zuschauerliebling.

„Und was jetzt?“ Diese Frage stellten sich vermutlich die meisten HSV-Spieler, als der Handball Sportverein Hamburg im Januar 2016 Insolvenz anmelden musste. Die Nachricht wirkte so surreal und erinnerte eher an einen schlechten Scherz, denn die Bilder von der extravaganten Meisterfeier und dem fulminanten Sieg in der EHF Champions League waren in den Köpfen noch sehr präsent. Wie konnte nun plötzlich alles vorbei sein? Doch es folgte die harte Realität. Nachdem der Klub seine Bundesliga-Lizenz verlor, zog er sich aus dem Spielbetrieb zurück.

Zunächst suchte Pascal Hens sein Glück in Dänemark. Sein Weg führte ihn zum HC Midjylland, wo er gleich in den ersten Wochen dänischer Pokalsieger wurde. „Der Verein hat die beste Saison seiner Geschichte gespielt, so richtig heimisch wurde ich in Dänemark dennoch nicht.“ Danach wollte er wieder nach Hamburg zurück, denn sein ehemaliger Club gab, zwar sportlich ein paar Etagen tiefer, wieder Lebenszeichen von sich. „Ich hätte auch in der dritten Liga gespielt, schließlich hatte ich dem Verein viel zu verdanken“, erinnert er sich. Doch die Verantwortlichen des HSV machten unmissverständlich klar, dass es für die Ikone Hens bei der Wiederbelebung des Clubs keinen Platz geben wird. Platzhirschgehabe? Vielleicht. Auf jeden Fall eine bittere Enttäuschung nach 13 Jahren Loyalität.

Aus dem hohen Norden zog es den Rückraum-Star in den Süden. Doch auch in Balingen gelang es dem Welt- und Europameister nicht, an die erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen. Zu allem Überfluss musste die Mannschaft am Saisonende den bitteren Abstieg hinnehmen. „Das Ende meiner Karriere war Mist“, fasst Hens ernüchternd zusammen.

So aufregend und glamourös der Erfolgsweg des auffälligsten Handball-Stars Deutschlands auch war, so unspektakulär war der Moment, als er beschloss, die Handballschuhe endgültig an den Nagel zu hängen.

An ein Gespräch mit seinem Berater erinnert sich Pommes bis heute noch gut: „Ich habe während der DHB-Lehrgänge und der ganzen Welt- und Europameisterschaften abends im TV immer gerne die Spielshows im Hotel geschaut. Ich wusste schon damals, dass ich nach der Handball-Karriere richtig Bock darauf hätte. Bei diesem Gespräch erzählte ich auch meinem Berater davon, während mir meine Frau Angela von der Seite den Spruch drückte: ,Aber bitte nicht Let ́s Dance!’ Drei Monate später meldete sich der Berater bei Familie Hens mit der Nachricht, dass RTL Pascal gerne in eben jener Show dabei hätte…

Den vollständigen Artikel zu Pascal Hens findet ihr in der Ausgabe 23/2026 vom Magazin Bock auf Handball!

Sergey Hernandez aus Bock auf Handball Ausgabe 23Sergey Hernandez
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