Vorbild und Mutmacher

Rasmus Ankermann gilt als eines der derzeit größten deutschen Handballtalente. Dabei ist der 19-jährige Diabetiker. Er beweist eindrucksvoll, dass eine Diagnose nicht das Ende eines Traums bedeutet, und macht Betroffenen Mut.

Als der elfjährige Henrik kurz vor Weihnachten die Diagnose „Diabetes Typ 1“ erhält, bricht für ihn und seine Familie eine Welt zusammen. Innerhalb weniger Wochen hatte der kleine Knirps rund ein Fünftel seines Körpergewichts verloren, war von gut 42 auf 34 Kilogramm abgemagert. Ein zunächst unbemerkter, schleichender Prozess. Infolgedessen war der zuvor so quirlige Henrik immer häufiger müde und erschöpft, zog sich zurück, verlor zunehmend an Energie und irgendwann auch sein ansteckendes Lachen.

Ein einfacher Urintest beim Kinderarzt bringt schließlich innerhalb weniger Augenblicke Gewissheit – und eine sofortige Einweisung in die Kinder-Notaufnahme des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.

Kanülen an beiden Armen. Schläuche. Kabel. Innerhalb weniger Augenblicke ist sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Die Stunden am Tropf verrinnen langsamer als die Flüssigkeit, die peu á peu in Henriks Venen eingeführt wird. Der seit Wochen viel zu hohe, inzwischen bedrohliche Zuckerwert muss schnellstmöglich gesengt werden. Doch weder der weinende, völlig erschöpfte Henrik noch seine geschockten Eltern mögen in diesem Moment zwischen den piependen Überwachungsgeräten erfassen, was hier eigentlich vor sich geht.

Diabetes! Ein Leben lang gezeichnet! Ohne die Zufuhr von Insulin nicht lebensfähig! Einschränkungen im Alltag! Kein Sport mehr?

„Rasmus hat es auch.“

Dieser eine Satz ändert alles. Als würde die Sonne plötzlich den pechschwarzen Gewitterhimmel durchbrechen.

Rasmus. Das ist Handballer Rasmus Ankermann. Wenige Monate zuvor ist er mit der deutschen U18-Nationalmannschaft Weltmeister geworden, hat seinen ersten Profivertrag beim deutschen Rekordmeister THW Kiel unterschrieben und sorgt jetzt für Furore in der „stärksten Liga der Welt“. Und Rasmus ist Diabetiker.
Wenn dieser junge, vor Kraft strotzende Kerl in der Lage ist, solche herausragenden Dinge zu tun, dann ist das der beste Beweis dafür, dass die Welt trotz Diabetes nicht untergeht!

Vor allem aber ist Rasmus ein Beispiel dafür, dass eine chronische Erkrankung auch die allergrößten Träume nicht beenden muss. „Mein erster Diabetesarzt hat damals etwas gesagt, das mir bis heute im Kopf geblieben ist“, erzählt Rasmus im Gespräch mit Bock auf Handball: …

Den vollständigen Artikel zu Rasmus Ankermann findet ihr in der Ausgabe 24/2026 vom Magazin Bock auf Handball!

Shenia Franz & Julia Behnke
Alexia Hauf