Im Mamiversum
Shenia Franz und Julia Behnke sind seit vielen Jahren befreundet. Früher drehte sich ihr Leben fast ausschließlich um den Ball, um Training, Titel und Handball-Träume. Heute, mit 33 Jahren, sind die Ex-Nationalspielerinnen im Alltag einer Mutter angekommen – mit all den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens.
Jede noch so enge Freundschaft wird irgendwann auf die Probe gestellt. Mal geht es um Grundsätzliches, mal um Banalitäten. Auch „Sister from another Mister“ können laut streiten, beleidigt oder sauer sein. Einen richtigen „Cat-Fight“ oder große Meinungsverschiedenheiten hatten Shenia Franz und Julia Behnke zwar nicht, aber es gibt eine Situation, in der ihre Freundschaft hätte leiden können. Eine Story aus der „DHB-Bubble“: der Geburtstag von Jule.
„Ich liebe es, meinen Ehrentag zu zelebrieren“, gesteht Julia und lacht. „Ja, und ich habe es komplett verpeilt“, ergänzt Sheni, „das Schlimme dabei war: Als Zimmerkolleginnen haben wir uns die halbe Nacht über Gott und die Welt unterhalten. Nach dem Aufstehen gackerten wir ohne Punkt und Komma weiter und liefen zum Frühstück, als uns eine Mannschaftskollegin entgegenkam und Jule direkt mit Glückwünschen um den Hals fiel. Man, war mir das peinlich! Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken.“ Seitdem wurde kein Geburtstag wieder vergessen. „Sheni ist immer meine erste Gratulantin“, sagt Jule und lacht.
Die gemeinsame Geschichte begann bereits in der B-Jugend. „Erst haben wir mit unseren Mannschaften im Final Four gegeneinander gespielt und trafen uns dann in der Nationalmannschaft“, erzählt Jule. „Ab da wurden wir auch Freunde“, ergänzt Sheni. „Dementsprechend gefreut haben wir uns, als wir 2014 in Metzingen auch Teamkolleginnen wurden.“ Als Julia kam, stand die Rückraumspielerin dort schon unter Vertrag. „Shenia wurde mein Anker, sie hat mich dort schnell ankommen lassen. Wir haben nicht nur zusammengespielt, wir verbrachten auch viel Freizeit zusammen und feierten legendäre Partys nach den Heimspielen.“
Und bei den Partys blieb es nicht. „Damals bin ich noch gependelt, also blieb ich nach den Feiern gerne über Nacht bei Scheni und Martin“ …




